Willkommen

In Berlin-Neukölln befindet sich meine Privatpraxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Mein Angebot der Psychotherapie richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (Altersspanne zwischen 0 und 21 Jahren). Beratung biete ich außerdem Eltern, Bezugspersonen, Erziehern und Lehrern an.

Belastungen verstehen und angehen

Seelische Schmerzen sind häufig nicht sofort erkennbar. Eine Zeit lang kann trotz innerer Schmerzen, Traurigkeit, rasender Wut und Zweifel der Alltag ganz gut bewältigt werden, das Unwohlsein wird verdrängt, ganz nach dem Motto “man reißt sich eben mal zusammen”, “das ist eben so in Familien”, “so Phasen hat doch jeder mal” oder “sie/ er steckt halt voll in der Pubertät”. Doch können sich hinter Gefühlsausbrüchen und Ausrastern, hinter Streitereien rund um Hausaufgaben zwischen Eltern und Kindern oder stundenlangen Online-Aktivitäten und sich im eigenen Zimmer Verschanzen tiefer gehende emotionale Blockaden verbergen. Emotionale Blockaden, Schwierigkeiten mit sich selbst und mit anderen können sich aus ganz unterschiedlichen Gründen und Zusammenhängen entwickeln.

Wie emotionale Blockaden entstanden sind und wie diese gelöst werden können, um in Zukunft wieder mit weniger Druck, dagegen mit mehr Entspannung und Mut, mit einer besseren Urteilsfähigkeit, und vor allen Dingen mit mehr Freude durch sein Leben gehen zu können, das sehen wir uns gemeinsam im Laufe einer Psychotherapie an. Krisen sind menschlich. Jeder und jede ist einzigartig. Und so gestaltet sich auch jeder Weg aus einer Krise ganz individuell. Eine Psychotherapie bietet in einem geschützten, sicheren Raum die Möglichkeit, sich selbst und andere besser verstehen zu lernen. Jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder junge Erwachsene hat das Recht auf eine psychotherapeutische Unterstützung, wenn die Last des inneren Leidens zu schwer auf den eigenen zwei Schultern (oder zwei kleinen Füßen) zu tragen ist.

Unser Kennenlernen

In einem Kennenlerngespräch höre ich mir an, was Anlass für ein Vorstellungsgespräch gegeben hat. Das können übermäßige Ängste, Zwänge, Essstörungen, Depressionen, Lern- und Leistungsstörungen, und vieles andere mehr sein. Es kann sich aber auch um chronische Erkrankungen handeln und das Erlernen eines besseren Umgangs damit (z.B. bei Diabetes), oder Reaktionen auf schwere Belastungen (wie Tod, Trennung, Scheidung, ein schlimmer Unfall). Eltern von Säuglingen und Kleinkindern (zwischen 0–3 Jahren) erleben eventuell durch bestimmte Reaktionen ihrer Kleinen eigene Unsicherheiten und Überforderungen und wissen dann nicht weiter, sind hilflos und ratlos. Sehe ich einen Bedarf nach einer psychotherapeutischen Intervention, so biete ich weitere probatorische Sitzungen an (insgesamt sind es meistens 5), in denen eine umfassende Psychodiagnostik und ein Anamnesegespräch (bei jüngeren Kindern mit den Eltern, ab Jugendalter erfolgt eine Eigenanamnese) die gemeinsame Arbeit an den gewünschten Zielen vorbereiten. Denn nur mit den gemeinsamen Gesprächen, Überlegungen und Ergebnissen kann ich mir eine Idee machen, woher die emotionalen oder Lern- und Leistungsblockaden rühren und ein
Therapieangebot darlegen.

Adresse & Kontakt

Dipl. Päd. Laurence Kirmer
Privatpraxis für Psychotherapie
Schwerpunkt Verhaltenstherapie
Thomasstraße 59
D – 12053 Berlin
Tel.: 030 /680 80 238
E-Mail: kjp@praxis-kirmer.de

Termine nach Vereinbarung
Telefonische Sprechzeiten sind dienstags und mittwochs von 13 h bis 14 h

U8 Leinestraße
U7 Karl-Marx-Straße
S-Bhf Hermannstraße

Therapeutische Ansätze

Ich arbeite auf der Basis der Verhaltenstherapie. In einer Verhaltenstherapie wird der Fokus der therapeutischen Arbeit auf das Hier und Jetzt gelegt. Mittels konkreter Verhaltensanalysen können Klient und Therapeut wiederkehrende Auslöser bestimmter Verhaltensweisen finden. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird gefördert. Bestimmte, das Verhalten und die Gefühle prägende Gedanken werden identifiziert und mittels Reflexion und Perspektivenwechsel bei Bedarf einer Veränderung zugeführt.

Hierbei können Tagebucheinträge sehr hilfreich sein, da konkrete Beispiele aus dem Alltag erfasst werden können und das Bewusstsein um typische Situationen und Reaktionen geschärft wird. Gleichzeitig können Tagebucheinträge helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten. Oder es wird sich mit Hilfe von Rollenspielen, Mal- und anderen Spielsequenzen dem Problem genähert. Denn nicht immer können sofort die Worte gefunden werden, um zu benennen, was das Unwohlsein ausmacht.

Wenn schließlich benannt werden konnte, was z.B. den inneren Schmerz ausgelöst hat bzw. immer noch auslöst, erst dann kann dieser, wie Dan Siegel treffend sagt, bezähmt werden (Daniel J. Siegel: “Aufruhr im Kopf”, mvg Verlag, 1. Auflage, 2015).

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist Psychotherapie bei psychischen Traumatisierungen und bei Traumafolgestörungen. Im Zuge einer Traumatherapie werden nicht verarbeitete belastende Ereignisse (wie Unfälle, Verletzungen, Bedrohungen, physische oder psychische Gewalt) bearbeitet und einer Verarbeitung zugeführt, so dass ein im Alltag existierendes dauerhaftes Unwohlsein blasser wird und/ oder ganz und gar verschwindet. Folgen eines belastendes Ereignisses oder mehrerer belastender Ereignisse können Schlafstörungen, Insomnie, Alpträume, wiederkehrende Erinnerungen daran, ein tiefes Misstrauen gegenüber Menschen, Ängste, (Selbst-) Aggression, Rückzug oder Vermeidungsstrategien, und auch massive Einschränkungen der Konzentrations- und Lernfähigkeiten sein. Von Bedeutung in einer Traumatherapie ist die Arbeit in aufeinander aufbauenden Phasen der Stabilisierung und Ressourcenstärkung, der Exposition und schließlich der Integration.

Um stets neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einbeziehen zu können, nehme ich regelmäßig an vertiefenden Fortbildungen im Bereich der Psychotraumatologie teil. Unter anderem habe ich hierbei die von Francine Shapiro ins Leben gerufene, seit 1989 erforschte und gemeinsam mit vielen anderen ihrer Kollegen bis in die Gegenwart gelehrte Methode EMDR (Eyes Movement Desensitization and Reprocessing) anwenden und ganz besonders schätzen gelernt. Seither ist EMDR ein fester Bestandteil meines Therapieangebotes.

Kostenübernahme

Die Form der Kostenübernahme klären wir gemeinsam. Die Kostenübernahme für Privatpatienten und bei Beihilfe richtet sich nach der Arztgebührenordnung (GOÄ/ GOP). Können niedergelassene Kollegen in den nächsten 6 Wochen bis 3 Monaten keinen Therapieplatz anbieten, so besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme über das Kostenerstattungsverfahren nach § 13 Abs. 3 SGB V (Informationen sind u.a. unter folgendem Link zu finden: www.psychotherapeutenkammer-berlin.de).

Besteht ein hoher Interventionsbedarf im sozialen Umfeld, biete ich Psychotherapien als Hilfe zur Erziehung im Kontext von pädagogischen Leistungen gemäß § 27 Abs. 3 SGB VIII (SGB ist die Abkürzung für Sozialgesetzbuch) an.

Integrative Lerntherapien sind ebenfalls Teil meines Angebotes als Bestandteil der Eingliederungshilfe gemäß § 35 a SGB VIII. Im Falle, dass jemand selbst die Kosten für die erbrachten therapeutischen Leistungen übernimmt, gelten zur Orientierung die Sätze nach der Arztgebührenordnung. Handelt es sich um eine generelle Beratung, so werden die Stundensätze gemeinsam besprochen.

Weitere offene Fragen und mehr zu meinem Angebot beantworte ich Euch und Ihnen sehr gerne während meiner Sprechzeiten.

Erreichbar bin ich stets während meiner Sprechzeiten dienstags und mittwochs jeweils zwischen 13 und 14 Uhr.

Tel.: 030 /680 80 238 | E-Mail: kjp@praxis-kirmer.de